Arbeiten mit benutzerspezifischen Objekten und Proxy-Objekten
 
 
 

Benutzerspezifische Objekte erweitern die Funktionen des Programms und der zugehörigen Produkte. Wenn die Anwendung, mit der das benutzerspezifische Objekt erstellt wurde, nicht verfügbar ist, wird dieses durch ein Proxy-Objekt ersetzt.

Ein benutzerspezifisches Objekt ist ein in einer ObjectARX®-Anwendung (AutoCAD-Laufzeiterweiterung) erstellter Objekttyp, der im Allgemeinen speziellere Funktionen als AutoCAD-Standardobjekte bereitstellt. Zu den benutzerspezifischen Objekten zählen parametrische Volumenkörper (AutoCAD® Mechanical), interaktive Türsymbole (AutoCAD® Architecture), Polygon-Objekte (AutoCAD Map®) und assoziative Bemaßungsobjekte (AutoCAD und AutoCAD LT).

Zahlreiche Softwarehersteller verwenden zum Schreiben von Programmen, die grafische oder andere benutzerspezifische Objekte für AutoCAD-basierte Anwendungen erstellen, neben Autodesk auch ObjectARX.

Proxy-Objekte

Proxy-Objekte ersetzen benutzerspezifische Objekte, wenn die ObjectARX-Anwendung, mit der das benutzerspezifische Objekt erstellt wurde, in AutoCAD oder anderen Hauptanwendungen nicht verfügbar ist. Wenn die Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar ist, wird das Proxy-Objekt durch das benutzerspezifische Objekt ersetzt.

Proxy-Objekte haben im Vergleich zu den entsprechenden benutzerspezifischen Objekten erheblich eingeschränkte Funktionen. Der Umfang, in dem Proxy-Objekte bearbeitet werden können, richtet sich nach der übergeordneten ObjectARX-Anwendung. Das Löschen und Verschieben von Objekten oder das Ändern von Objekteigenschaften ist bei Proxy-Objekten je nach Quellanwendung beispielsweise nicht möglich.

Wenn Sie eine Zeichnung öffnen, wird ggf. das Dialogfeld Proxy-Information angezeigt. In diesem Dialogfeld werden die Gesamtzahl der Proxy-Objekte (grafische und nichtgrafische Objekte), der Name der fehlenden Anwendung und zusätzliche Informationen zu Typ und Anzeigestatus der Proxy-Objekte angezeigt. Mit diesem Dialogfeld können Sie die Anzeige der Proxy-Objekte steuern.

Objektaktivierer

Ein Objektaktivierer ist ein Tool, das einen speziellen Ansichts- und Bearbeitungszugriff auf benutzerspezifische Objekte in Hauptanwendungen ermöglicht, wenn die Anwendung, in der das benutzerspezifische Objekt erstellt wurde, nicht verfügbar ist.

Objektaktivierer erweitern die Funktionen von benutzerspezifischen Objekten in einer Zeichnung im Vergleich zu Proxy-Grafiken. Objektaktivierer erleichtern darüber hinaus die Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen, wenn andere Produkte von Autodesk verwendet werden.

Ist die ObjectARX-Anwendung nicht im System installiert, können Sie im Internet nach verfügbaren Objektaktivierern suchen. Wenn Sie beispielsweise eine Zeichnung mit Objekten erhalten, die in AutoCAD Architecture erstellt wurden, und diese Anwendung nicht auf Ihrem System installiert ist, wird der AEC-Objektaktivierer heruntergeladen, sodass Sie diese Objekte in der ursprünglichen Darstellungsweise anzeigen können. Um zu steuern, ob das Programm Objektaktivierer im Internet sucht, können Sie die Einstellungen für Live-Aktivierer im Dialogfeld Optionen auf der Registerkarte System verwenden.

Eine vollständige Liste der zurzeit verfügbaren Objektaktivierer finden Sie auf der Autodesk-Website unter http://www.autodesk.com/enablers.

Objektklassifizierung

Wenn eine Anwendung wie AutoCAD ® Map verwendet wurde, um einem Objekt eine Objektklassifizierung hinzuzufügen, können Sie die Klassifizierung in der Eigenschaftenpalette im Eintrag Klassenname anzeigen. Fehlt die Objektklassifizierung in der zugehörigen Klassifizierungsdatei (XML) oder fehlt die zugehörige Klassifizierungsdatei, wird im Eintrag Klassenname ein Ausrufezeichen angezeigt. Weitere Informationen über die Voraussetzungen zum Erstellen einer Objektklassifizierung finden Sie in der AutoCAD® Map-Dokumentation.

Mithilfe der Schnellauswahl können Sie zudem Objekte anhand der Klassennamen und Klasseneigenschaften auswählen.

Kurzübersicht
Befehle
Systemvariablen